Jägermeister startet Pilotprojekt zum Wasserrückhalt
Der Harz ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch eine wichtige Wasserregion für viele Menschen und Unternehmen. Doch die letzten Jahre haben gezeigt: Trockenperioden und Starkregen stellen die Region vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, gemeinsam Lösungen zu finden, die Natur und Menschen schützen.
Wer in den letzten Monaten rund um Goslar wandern war, dem sind wahrscheinlich schon die Wassermulden an den Wegen aufgefallen und manch einer fragte sich, was es damit wohl auf sich hat. Diese Wassermulden gehören zum Pilotprojekt „Wasserrückhalt im Harz“, welches Jägermeister zusammen mit lokalen Partnern ins Leben gerufen hat. Diese zwölf neu angelegte Wassermulden, die zusammen bis zu 470 Kubikmeter Wasser aufnehmen können, helfen dabei, das Grundwasser zu stärken, Trinkwasser zu schützen und Überschwemmungen vorzubeugen. Im Jahresdurchschnitt werden so rund 16.000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten – von den zusätzlichen Wasserreserven profitieren die Wälder und die Vegetation im Harz.
„Wir übernehmen Verantwortung für die Region, aus der wir unser Wasser beziehen“, sagt Kristin Heckmann-Kipouros, Senior Director Sustainability bei Jägermeister. „Mit dem Projekt setzen wir einen wichtigen Meilenstein für unser Ziel, net-water-positive zu werden und leisten einen aktiven Beitrag zum Schutz dieser wertvollen Ressource.“
Auch die Stadt Goslar begrüßt das Engagement: „Für die Stadt Goslar hat der Schutz unserer Wasserressourcen höchste Priorität – nicht zuletzt, weil wir als Wassergebiet eine zentrale Versorgungsrolle für viele Regionen – auch für Wolfenbüttel – übernehmen. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir es sehr, dass Jägermeister mit dem Pilotprojekt „Wasserrückhalt im Harz“ der Stadt Goslar hierfür eine gezielte Maßnahme ermöglicht und so auch Verantwortung für die nachhaltige Nutzung unserer Wasserressourcen übernimmt. Die jetzt gebauten Mulden zur Wasserrückhaltung leisten zusätzlich einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz für unsere historische Altstadt. Sie verringern zudem den durch das Waldsterben verstärkten oberflächigen Abfluss von Niederschlagswasser und sorgen dafür, dass Wasser dort ankommt, wo es gebraucht wird – in unserer Stadtforst“, betont Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner.
Dabei wird großer Wert auf Transparenz und messbare Ergebnisse gelegt. Entsprechend ist das Projekt langfristig ausgerichtet: Es wird die nächsten Jahre wissenschaftlich begleitet und überwacht. Darüber hinaus werden weitere Wassermulden angelegt, sodass Jägermeister voraussichtlich nächstes Jahr von einer net-water-positive Bilanz sprechen kann.
Net-water-positive bedeutet, dass ein Unternehmen mehr Wasser in den natürlichen Kreislauf zurückführt, als es für die eigene Produktion entnimmt. So wird nicht nur der eigene Wasserverbrauch ausgeglichen, sondern ein zusätzlicher Nutzen geschaffen. In diesem Fall eine gute Vorrausetzung, dass der Harz besser auf Wetterextreme vorbereitet ist und die Wasserversorgung für die Zukunft gestärkt wird.
